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PRAXIS DIANA SELLMANN
Ketogene Ernährung - Was, wenn Fett nicht der Feind ist?
Fett, der Prügelknabe der Ernährung:
Jahrzehntelang galt eine einfache Regel: Fett macht dick, also weg damit. Kohlenhydrate dagegen schienen harmlos – schließlich waren sie ja "fettfrei". Die Realität sieht heute für viele Menschen anders aus: trotz kalorienbewusster, "gesunder" Ernährung fühlen sie sich müde, unausgeglichen, ständig hungrig – und der Blutzucker spielt Achterbahn.
Vom Feindbild zur Energiequelle:
Die ketogene Ernährung dreht dieses Prinzip um. Statt Kohlenhydrate ins Zentrum zu stellen, rückt Fett als Hauptenergiequelle in den Vordergrund – der Körper stellt seinen Stoffwechsel dabei grundlegend um: weg von der schnellen Zucker-Energie, hin zu einer stabileren Energieversorgung über Ketone.
Stabilität statt Achterbahn:
Diese Umstellung wirkt sich auf mehrere Ebenen aus: Der Blutzuckerspiegel bleibt deutlich ruhiger und stabiler, weil kaum noch schnelle Kohlenhydrate ihn in die Höhe treiben. Das reduziert typische Heißhungerattacken und die bekannten Energietiefs am Nachmittag. Gleichzeitig sinkt bei vielen Stoffwechselprozessen die Entzündungsneigung im Körper, was sich langfristig positiv auf Gelenke, Haut und das allgemeine Wohlbefinden auswirken kann.
Mehr Fokus, weniger Durchhänger:
Auch das Gehirn profitiert: Ketone gelten als effiziente, gleichmäßige Energiequelle für Nervenzellen – anders als der schwankende Zuckerspiegel bei kohlenhydratreicher Ernährung. Das kann sich in mehr geistiger Klarheit und konstanterer Konzentration über den Tag zeigen, gerade in Phasen, in denen sonst ein Leistungstief droht.
Mehr dazu in meinem neuen Buch zur ketogenen Ernährung.
